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Die Kraft der Künste 

 

Wo Worte an Grenzen stoßen
um Gefühle auszudrücken,
Empfundenes zu beschreiben, ihm Nachdruck zu verleihen,
zu berühren ohne zu verletzen,
und tief schmerzende,
unstillbar blutende Wunden zu verursachen,

schaffen es Künstler
mit Pinsel und Farben
selbst dem Unaussprechlichen Sprache,
Kraft, Ausdruck, Tiefe,
Neue Sicht, Bedeutung, Impulse,
Sinn und Leben zu geben.

Die Erkenntnis
bei jedem Blick Neues,
Wunderbares, Unsichtbares, Unbegreifliches,
auch Verborgenes entdecken, interpretieren,
unsichtbare Grenzen überwinden,
weiter führende Wege finden zu können,

Brücken zu bauen,
Herzen zu berühren,
der Seele Flügel zu schenken,
nachhaltig zu wirken,
Gefühle in Wort und Farben zu verstehen
ist wie Magie.  

 

 

Scheue Liebe.....

 

   Scheue Liebe      

Stumm, wortlos, verlegen,

sehnsüchtig sah er sie stets an.

Schüchtern war der junge Mann,

fragte sich unsicher, wie fange ich es bloss richtig an.

Verliebt war er bis über beide Ohren,

ihr ging es nicht anders, doch es blieb Distanz,

keiner von beiden traute sich so ganz.

 

Versuch es mit Blumen, dachte der Junge,

gesagt – getan; nahm er schnell allen Mut zusammen;

übergab sie verlegen mit rotem Kopf,

stammelte verlegen ein paar Worte,

edes Haar zitterte dabei an seinem schwarzen Schopf.

Versehentlich berührte er dabei leicht ihre Hand,

spürte, es gab ein besonderes Band.

Beide zuckten zusammen wie elektrisiert,

wandten schnell den schüchternen Blick ab, etwas geniert.

 

Scheu, etwas zögerlich hat sie die Blumen genommen,

ihre Herzen sind sich ein Stückchen näher gekommen.

Heimlich waren sie aufeinander zugeflogen seit langem,

innerlich fragend, mit Hoffen und Bangen.

Sie war so gerührt dass Tränen liefen,

und auf die Blüten tropften, die von seiner Verliebtheit erzählten.

 

Er sah diese Tränen, sie haben ihn gerührt,

etwas war in ihm, das er vorher nie gespürt.

Später, als sie ein Paar geworden, redeten sie lachend davon

wussten nun doppelt zu schätzen, wie behutsam er ihr Herz gewonnen.

 

Die Tränen auf den Blütenblättern

sind Diamanten der Seele,

reden von Liebe, Ängsten, innerer Scheu,

bei jedem Blumenstrauß erzählen sie ihre Geschichte neu;

erleben wieder das damalige Gefühl,

die Fragen, die Zweifel, das innere Chaosgewühl.

 Nun, nach Jahren, ist es gereift,

 mit Vertrautheit, Verständnis,

fest verwurzelter Liebe und Dankbarkeit

E.G.

Ein Jemand bin ich, und doch nicht irgendwer...

 

Gefühl ohne Antwort - Sehnsucht, Leben und Ängste der Phantasie

Gefühl ohne Antwort   

                  

Die Phantasie malt mir vieles

was ist und nicht ist,

was die unbewusste Sehnsucht sich wünscht

auch wenn vieles real

 nicht möglich sein kann;

und doch in mir drin Gestalt annimmt,

mich Lieder finden lässt

eine kleine, heile Welt.

 

Ohne dich jedoch

höre ich nicht

sehe ich nicht

fühle ich nichts;

höre ich keine Vögel singen

keine Lieder klingen

die sich in himmelsweite Freiheit schwingen.

 

Ohne dich

hat die Welt keine Farbe,

 kein Licht

kein Gesicht;

finde ich nichts

fühle ich nichts;

pulsiert in mir

kein Leben

ist das Innere gelähmt

ein schwarzer Fleck.

 

Der geheimnisvolle Seelenzwilling weiß mehr...

 1.Stimme der Inspiration

2. Fragen & Gefühl

3.4.2010

 

Sprechende Farbspiele

25.3.2010

Lebensfacetten

Kurze Texte und Farbspiele

Lebensfarben

Kurze Texte und Farbspielerei

 

 

Wunderwelt,

zumindest einen Tag lang...

 

Wunderwelt

Ein fantastischer Ort

friedlich, hell und freundlich,

voll Lachen, Licht;

ein See

gefüllt mit Freudentränen,

der mit rauschendem Wasserfall
 stille Blütenmeere benetzt,

niemals wird dort ein Mensch

von einem anderen verletzt.

 

Im farbenprächtigen Dämmerlicht der Träume

erscheint sonst Unentwirrbares plötzlich sonnenklar,

man entdeckt Landschaften, vernimmt Klänge

die niemand vorher je hörte oder sah.

Ein Tal gibt es

in dem gute Gedanken wachsen,

Träume wahr werden,

Gutes aus all dem erblüht.

 

Eine Wunschwelt ohne Neid und Streit,

doch meist nur für eine kurze Traum-Zeit.

Der Traum hat mich gefunden

in einer wundervollen Nacht;

gern hätte ich die unbekannte Wunderwelt

 zur Wirklichkeit gemacht.

 

Erdbeben

Haiti braucht Hilfe

© E.G.

Erdbeben

 

Sonnenschein

lachende Menschen

Herzlichkeit

ein fröhliches Bild voller Farben.

 

Dann bebt die Erde,

Häuser stürzen ein wie Spielkarten

begraben alles unter sich.

Trümmer, Staub, Schreie, Entsetzen.

 

Bilder der Verwüstung,

gespenstisch die folgende Stille;

Menschen von Trümmern verschluckt

der Ort ein Schlachtfeld.

 

Unzählige Tote, Schwerverletzte;

doch geschehen in all dem Grauen

immer wieder kleine Wunder.

 

Wir müssen helfen,

damit aus Trümmern eines Tages wieder Blumen ans Licht drängen,

 Menschen wieder lachen,

Leben neu erblühen kann.

 

 

Keine Zeit....

"Hast du mal kurz Zeit,"
fragte Marietta
"wir müssen über etwas Wichtiges reden."
"Keine Zeit,"
antwortete Kolja
und ging, um an seinen Flugmodellen zu basteln.
Später, als er noch mal auftauchte
wiederholte Marietta die Frage:
"Hast du jetzt mal Zeit für mich?"
"Nein", kam wieder die Antwort, "muss weg, habe zu tun
muss unbedingt etwas besorgen...sorry."


Irgendwann erzählte sie einfach
was ihr auf der Seele brannte, fragte aber vorsichtshalber:
"Hast du mich verstanden?"
"Wie, was ist, jajaja...mhm," brummte er irgendwann einfach.
Genervt klang es,
seine Gedanken waren nicht hier bei ihr,
das fühlte sie,
er hätte dann reagieren, etwas sagen müssen.
Geistesabwesend drückte er ihr einen flüchtigen Kuss auf die Wange.
"Tschüß Schatz",
schon wieder ging er seiner Wege, war verschwunden.
So ging es ständig...


Marietta blieb traurig zurück,
sie begriff dass er nicht zugehört,
nichts verstanden hatte, alles andere war wichtiger.
Samstag Abend wagte sie es noch mal, fragte
ob er begriffen habe was sie ihm erzählt hat,
weil es ja wichtig sei eine Entscheidung zu treffen.
"Nee nicht jetzt, sind Nachrichten, ist wichtig;
kurz darauf: "Psssst ist Fußball, gleich, später" seine Antwort.
Er schaute nicht mal auf,
dass er die rotgeweinten Augen hätte bemerken können.


Marietta wurde still und in sich gekehrt
Ganz zart, immer dünner, fast durchsichtig schien sie,
doch das alles bemerkte Kolja nicht.
Eines Tages kam er heim, rief nach ihr:
"Marietta, Schatz, schau mal...."bekam aber keine Antwort.
Er suchte, rief, schaute überall;
sie war nicht da, die Wohnung nicht aufgeräumt, kein Essen vorbereitet.


Die Nachbarin klingelte;
blass, verstört schien sie, druckste herum:
"Du warst nirgends erreichbar;
man hat sie abgeholt, in die Klinik gebracht,
doch es war zu spät!"

 

Altersspuren

Ein stiller Moment,

wir sitzen da, denken nach

jeder für sich, und doch gemeinsam.

 

Ich betrachte meine Hände

die Spuren des Alterns tragen, schaue dich an, lächle.

Du legst deine Hand auf meine, wir betrachten sie gemeinsam,

blicken uns an, verstehen.

Wir

finden uns in den immer noch strahlenden Augen

die zunehmende Fältchen mildern, verbergen,

eingeritzte Geschichten des Lebens

um die Augen, im Gesicht, um den Mund;

nicken einvernehmlich, wortlos.

Ein bewegendes Gefühl breitet sich aus,

durchflutende Wärme,

eine besondere Art von dankbarem Glück hält uns umfangen,

erfüllt uns,

fließt wie ein prickelnder Strom durch die Adern.

Das größte Stück unseres Lebens liegt hinter uns,

der vor uns liegende Weg wird immer kürzer,

aber er bringt uns auch andere Freiheiten,

neues Verstehen,

der unbändige Lebenswille ist ungebrochen,

voll Energie, innerem Schwung und geduldiger Gelassenheit.

Wir sind lebendig, genießen dankbar das Leben das wir haben,

bejahen es, sind weiter neugierig was es bringt,

packen es freudig an, zögern nicht

leben unser Heute bewusster, intensiver.

Jeder Augenblick,

jeder Moment ist ein Geschenk

 

©E.G.

 

 

Wiedergefunden... 

Ich weiß,

man muss gehen um zu finden,

doch in mir ist alles dunkel, trostlos,

 um mich herum tiefschwarze Nacht,

nicht für glückliche Stimmung gemacht.

In mir jedoch wird eine Stimme laut:

raff dich auf,

das Leben geht weiter, nimmt seinen Lauf.

 Nichts wird von allein geschehen,

mach dich auf

nach einem Lichtfunken zu sehen.

 

In mir regte sich etwas,

 spürte neue Energie

einen Anstoß weiterzugehen, jetzt oder nie,

Ich machte mich auf,

folgte dem stillen Ruf,

sah bald einen Funken Licht.

Ging weiter über Geröll und Stein

elektrisierendes Beben erfasste mich,

wurde nicht müde, blieb nicht mehr stehen

ein Ziel nur noch vor Augen,

ich will wieder Lichter sehen.

 

Als ich glücklich und erschöpft,

nach langer Suche

den Weg zur Sonne fand,

 jubilierte direkt vor meinen Augen

 ein Vogelpärchen im weißen Sand.

Das Wellenrauschen

vernahmen meine Ohren wie die schönste Symphonie

das Meer vollführte rauschend seine Tänze

gekleidet in grün, blau türkis

als sei es neu geboren wie ich,

in ein wahres Paradies.

 

Ich nahm wieder Licht und Farben wahr, 

spürte neue Lebensenergie

nahm es als Wunder, das mir geschah.

 Ahnte nur die Grenze

zwischen Himmel, Meer und Land,

vergaß das bedrohliche Dunkel

 in dem ich mich kürzlich noch befand.

Entdeckte neu das große Geschenk Leben

nahm es dankbar

und neugierig wieder in die Hand.

 

 

Kleiner Splitter Glück

 

Unerkannt

bleibt manchmal Glück

wenn es nur ganz klein.

 Ein Teilchen von einem großen Stück

reicht vielen nicht,

das verstummen lässt, und wortlos sein.

 

Den kleinen Splitter Glück

erkennen wir oft nicht, weil wir ihn übersehen,

bei überheblicher Gier nach zu Großem Streben

blind sind für das kleine Glück im Leben.

 

Begreifen wir im Rückblick dann

'ach ja, da hatten wir Glück',

dann ist es weit entfernt schon wieder

ein riesengroßes Stück.

 

So gehen wir so manches Mal,

beim Warten auf das Große Los am kleinen Glück vorbei;

wer kleine Glücksmomente schätzt,

des winzigen Splitters Wert als großes Glück annimmt

wird sich dankbar freuen wie ein Kind.

 

© E.G.

 

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