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" Texte"

 

Wie sie

.....
  
eine frisch erblühte Rose
von Regentropfen und Tränen benetzt,
gebeugt, kraftlos, unansehnlich, matt.
missachtet
 geküsst vom Sonnenschein,
aufgerichtet, gestärkt
leuchtend, strahlend
 in voller Schönheit
anziehend 

  kann auch Liebe sein

ist die Liebe


 

 

 © E.G.

 


Elsterntanz


Im Baum habe ich sie zufällig dabei entdeckt
eines hat gerade neue Beute versteckt;
das andere aufgeregt, als hätte es hat Schmiere gestanden,
und "ist die Luft auch rein" dort abgecheckt.
Streit gibt es offenbar mit dem Elstermann
beide fangen plötzlich laut zu zanken an.

Plötzlich verstummt die kluge Elsterfrau
als wisse sie im rechten Moment ganz genau
wie sie ihr Männlein zu besänftigen habe
beginnt urplötzlich mit lustigem Tanzgehabe.
Vier Schrittchen nach links, dann vier nach rechts
offenbar nach eigenem Elsterngesetz.

Mit Hopsern geradeaus, dann schräg vorm Baum
lockt elegant tippelnd sie ihr Männchen, ich traue den Augen kaum.
Hüpft fröhlich, stupst gut gelaunt dann
Elsterweiblein das verdutzte Elstermännchen an.
Der Zank scheint vergessen, Schnäbelchen werden gewetzt.

Bald flattern sie umeinander wie zum Versöhnungstanz
ihr prachtvolles Gefieder schimmert im Sonnenglanz
Vergessen ist der Streit um die Beute
Glück wieder eingekehrt beim Elsternpärchen heute
 


  © E.G.


 

Fundament


Deine Hand

alt schwach zittrig

 doch stark genug

 Trost zu geben

 Lasten zu erleichtern

tragen zu helfen

zu ertragen

 uns zu halten

klaglos

Mut für das Leben zu geben

es zu meistern

aus der Kraft innerer Stärke

Glaube

Hoffnung

Liebe

deine Augen

blind fast

sehen alles

vertraue

Sinne nehmen alles wahr

kristallklar

überdeutlich 

dein Herz

fast gebrochen

 schenkt  Liebe

unglaublich stark

nährt und mehret Wurzeln

führet an die Quelle

 lässt uns fühlen

aufgehoben

sicher

auf ewig in uns

"Du"

unzerstörbar

als unsichtbare Nabelschnur

unwichtig aller äußere Glanz

der haltlos ist

wertlos

blendet

zerbricht

in Nichts


 © E.G.
 


Achtlos weggeworfen

Einsame Straße
grau und schmutzig
Im Dämmerlicht
eine Rose am Boden
unbeachtet

Zertreten von vorübereilenden Schritten
Grau farblos
Unansehnlich
Zerstört
Tot

Achtlos weggeworfen
wie es manche Menschen mit Menschen machen
ohne nachzudenken.

Wie achtlos
unbedacht
trampeln wir oft
auch so auf Menschen herum.

© E.G.

 




Ausweglos verstrickt

Eingesperrt, verirrt
im
Strudel des Lebens
ausweglos
gefangen im Labyrinth
das wir selbst
oft schaffen
Blind
im Tunnel
allein

© E.G.

 


Eins

Wäre es so leicht
wie mir Herzantennen flüstern
mein Verstand mich glauben machen will
möchte ich unsichtbare Flügel ausspannen
über staubigen Strassen und Steinwüsten
zwischen Flüssen und Meeren
Puzzleteile sammeln
um blutige, zerborstene Splitter aus aller Welt zusammenfügen
damit sie heilen könnten
unermüdlich
zu einem großen Eins
mit der Leichtigkeit des Wollens
und unzähligen Hoffnungs-und Liebesflämmchen


© E.G.



Seelenfreundschaften

Aus besonderen Tiefen der Seelenmeere geboren
mit einem Mantel aus Wunderpuder durchwebt
der zarte Schleier
im nicht enden wollenden Strom
auf Perlen von Glitzertränen voller Liebe treibend
grenzenlos zeitlos endlos
verteilen sie Freundschaftsblumen
Seelenblüten
Friedensblumenkinder
alterslos


© E.G.



Seelenträume

So wie der sanfte Hauch eines Flügels zart streift
fast unmerklich man ihn nur ahnt
berühre man Seelen- Saiten liebevoll
träume voller Seligkeit
pflege behutsam
sei sich der großen Kostbarkeit bewusst
damit die Seelenfärbung nicht verloren gehe
die melodische Zartheit nicht verletzt werde
ihre wundersame Heilkraft wachse,
auf dass sich der Klang in aller Schönheit entfalte
ihren Zauber mehre und weitergebe.
Angeleitet durch die unermeßliche Kunst des Meisters
der alles möglich macht
werden verschiedenste Nuancen zart und kraftvoll,
doch sehr zielstrebig wachsen
zu einem großartigen gemeinsamen Werk fähig;
einer mitreißenden, Symphonie der Liebe und Freundschaft
voller Begeisterung, Tiefe und Bewunderung
vollkommen
endlos die Seelenschöpfung
spürbar jede Schwingung


© E.G.

Gewaltige Temperamente & Mächte

Bedrohlicher Himmel
richtig wütend schaust du aus
mit deinen wilden Farben
den bizarr geformten Wolken
mit der Begleitmusik des unbarmherzig grollenden Donners
der mit seiner tiefen Bassstimme alles erbeben läßt;
Bruder Blitz anstiftet
seine Pfeilspitzen krachend,
gnadenlos und ungebremst auf uns herabschießen zu lassen
einzuschlagen, Schaden anzurichten, zu verbrennen, zu töten.
Naturgewalten die sich austoben,
unsere Urängste aufzeigen
den Herzschlag stocken lassen
machmal wie ein Fingerzeig Gottes
eine Warnung für uns Menschen
oder nur eine wirre Gaukelei der Phantasie

Doch urplötzlich Stille.
Schwingungen vom Erwachen sanfter Harfenklänge
werden durch zarte Berührung der Saiten wahrnehmbar -
nicht mehr zerstörend,
sondern streicheln wie ein leiser versöhnlicher Hauch
die aufgewühlten Seelen mit Herzenskompositionen.
Hellwach unter dem noch schläfrigen Ton
schweben sphärische Seelenmelodien weiter
aus diesem Engelsinstrument in hoher Vollendung
unter ausgebreitetem Seelenschleier
des meisterlichen Solisten
um gemeinsam abheben, hoch zu schweben
wie ein Schmettering nach dem Regenbogen
schillernd in vorsichtig blinzelnden Sonnenstrahlen
sich nie zu verlieren
Ströme von Liebe und Frieden werden frei
versöhnen Elemente und Menschen

© E.G.

"Seelenschleier"

Ausgewählte besondere Wesen
aus den Tiefen der Seelemeere geboren, zu ganz Besonderem erkoren
nicht ahnend dass sie durch Himmelsmacht gelenkt
eine Bürde, eine Last gar oft solch ein Geschenk.
Tragen oft Leidensmale sind doch voller Kraft,
einige als Werkzeuge gedacht
mit funkensprühenden Herzensenergien voll Macht,
einem Umhang mit Wunderpuder bestäubt
der allen Erdenschmerz zeitweise betäubt.
Mit Herzen voll Liebe, die Länder und Flüsse fassen
mit jedem hauchfein sanftem Flügelschlag Friedensgewisper dalassen
Nachts im Mond- und Sternenglanz still und behutsam all die Wunden pflegen
die Menschen sich im Leben oft unbedacht geben,
unermüdlich im erwachenden Morgenlicht Narben glätten
begleiten, berieseln mit Liebe in wohldosierten Prisen voll Zauberstaub
gegen Streit und Falschheit taub.
Es scheint als würde es das nicht geben
nur harmonisches Miteinander - Füreinander Leben.
Wo grenzenlos durch Raum und Zeit
es überall Freundschaftsblumen schneit
da werden Wunder möglich sein
können wir alle Friedenskuriere sein.

© E.G.


Geben & Nehmen

Die erste Annäherung
ein Lächeln
scheu, verschämt oft, doch intensiv
in der Wirkung und dem Erleben.
Wären wir wie die Schmetterlinge
die anmutig tanzen, sich des Lebens freuen
Gutes, Nützliches, Schönes weitergeben,
jeder folgende es wieder annehmen und weitergeben würde
von Hand zu Hand - von Herz zu Herz
neidlos, selbstlos, gar demütig manchmal
der ständig wachsenden Kette wieder ein Glied hinzufügte
wie harmonisch wäre unsere Welt


© E.G.



Atme Himmel & Erde

Der Himmel kommt näher - so scheint es mir...
Am Morgen wie am Abend sehe ich dort einen Abschnitt
wie eine Landkarte, mit Straßen, Winkeln und Abzweigungen
die dem Bild nach einem Einsturz, einer Katastrophe ähneln könnten.
Wechselnde, helle bis drohende Farben, Schattierungen, Klänge, Düfte
oft wie Parallelen zu sich abspielenden Unfassbarkeiten auf der Erde
unwirklich scheinend, doch so sichtbar, lesbar.
Über das Auge der Phantasie atme ich den Duft der Gefahr - brennend
als würden schreiende Seelen zwischen hier und dort ruhelos wandeln.
Verrückt diese Vorstellungen,
eine Endlosschleife der um Leben und Tod kreisenden Gedanken
dem Sehnen nach Himmel und Licht.

Gedanken an sanftes Mondlicht,
erleuchtete Fenster in der Großstadt schwirren mir durch den Kopf
und das, was kaltblütig oft hinter den Scheiben geschieht
unbemerkt, unbeachtet, unglaublich
bis der Einschlag des Bösen, Grausamen
deutlich, klar erkennbar ist, Unvorstellbares geschieht, meist schon geschehen ist
Verwerflich wäre eine wegfegende Handbewegung,
unakzeptabel Nichteingreifen.

Eine lohnenswerte Verpflichtung zum
Aufwachen, mitarbeiten, schaffen an der Aufgabe
Mensch, Werden, Sein.

© E.G.

"Schein & Sein"

Das "Sein"
ist oftmals auch nur
"Schein"
Der "Schein"
ganz selten nur das
"Sein"

© E.G.

 



"Ver-Änderungen"

Gedankenstürme
Herzensgedanken
Gefühlsschauer
Blitzideen
fliehen ähnlich Sturmwolken
manchmal Wirbelstürmen gleich
durch unsere inneren Welten
bewegen
bewirken
lassen lesen
umdenken
ver-ändern alle irgendwo irgend etwas


© E.G.


 

Schein und Sein


Ist es das Sein - ist es nur Schein
Schützt der Schein das Sein?
Wechselspiel mit Schein und Sein
Äußeres Bild - Schein; das Sein - im stillen Kämmerlein
Ist mein Äußeres Sein, mein Inneres Schein
oder umgekehrt: mein Äußeres Schein, mein Inneres Sein?


Wer kennt mein Ich, das Innere - mein Sein, meine Wahrheit, meine Tiefe?
Wird nicht oft vom Schein abgeleitet
wie jemand eingeschätzt wird, statt nach dem Sein zu bewerten?
Das Äußere, das Erscheinungsbild ist nur Schein.
Schein ist die Fassade, die zudeckt, verdecken, schützen
auch bröckeln kann.



Schein ist Maske,
eine willkommene Tarnkappe die vor Verletzungen Schutz bietet
hinter der man sich verstecken kann, nicht angreifbar, evtl. ein anderer Mensch ist.
So sehen andere nicht das zerstörbare Sein das man ängstlich verbirgt
aus Sorge vor Zurückweisung, sich lächerlich zu machen
der Einbildung nicht akzeptiert zu werden, minderwertig zu sein
aus welchen Gründen auch immer.



Zeigt man dazu mal den Schein, nicht das Sein
benutzt unbewusst die Maske Schein als Sein?
Wer weiß welches Sein sich darunter verbirgt in der Tiefe der Seele
Gefühle, Gedanken, Fragen, Wissen, Charakter oder leere Hülle?



Fordern Handlungsweisen von Menschen manchmal dazu heraus
ob man das Sein zeigt - oder nur den Schein?
Wen interessiert das, wer fragt danach,
manche wollen nur den Schein sehen, das Sein jedoch nicht
weil es Kanten und Ecken hat,
unterdrücken, machen klein, missachten es.
Dann schlüpft man einfach in eine Rolle, spielt ein Sein
das wiederum nur Schein ist.


Mir scheint das Spiel mit Sein und Schein
wie die Erscheinung eines Engelsgesichtes hinter dessen schöner Fassade
dem lieblichen Gesicht sich ein Teufel verbergen könnte.

Das eine ist Schein, das andere Sein.


Oft ist der Schein bequemer
als sich mit dem Sein auseinandersetzen zu müssen
Warum spielen wir dabei mit
behaupten nicht unser wertvolles Sein
sondern liefern ihnen den Schein
wo er doch absolut wertlos ist?


© E.G.



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