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Alt vertraut
Ein Blick vom Schloss in dem einst Königin Luise residierte erfreut die Augen mit Farbtupfern aus der Müga direkt an unserem Fluss, der sanft weiterzieht wie die Wolken.
Erholsame Anlagen rechts und links davon führen uns über grüne Auen, sanfte Täler und Höhen. Die weiße Flotte ist gerüstet,lädt ein, auf dem silbernen Band Richtung Mintard, Kettwig dahin zu gleiten, Augen und Sinne zu verwöhnen; stolze Schwäne bilden Spalier.
Vertrautes lässt Herzen höher schlagen, neu wahrnehmen, Veränderungen betrachten. Vogelschutz in den urwüchsigen Anlagen, alte Bäume, die sich schützend über das Flussbett neigen, Spuren von Pferdehufen in erholsamer Ruhe, Natur pur. Ideal um frisch auf zu tanken, sich zu finden, zu erinnern: weißt du noch...
Vogelgezwitscher, Blütenpracht wie ein Frühlingsgruß komm lieber Mai...
Heimat, alt vertraut...

© E.G.
Bedeutsame Tore
Manch einer ist tot
der lebt und atmet
und mitten unter uns weilt
verloren ist, sich verloren hat.
Manch Vorausgegangener jedoch
lebt weiter, bleibt lebendig
durch alle Liebe die er reich verteilt hat;
seine Seele lebt, er bleibt unvergessen.
So ist Leben nicht immer Leben
Tod nicht immer Tod.
Es sind nur unterschiedliche Tore
die man durchschreitet.

Abschluß - NeubeginnEs ist genug!
Rede mir keiner mehr ständig von all dem
vom Wollen, Müssen, Verpflichtungen
Ein Trommelfeuer für Kopf und Seele
unter dem das Innere qualvoll erstickt.
Niemand außer mir versteht oder weiß,
denn all diese Wege ging ich allein
ertrug, war ausgeliefert, hilflos gefangen,
bereit für jeden Kampf
Sieg mein Ziel, Leben - egal wie es aussehen würde.
Das Drin zählte, das Draußen wurde fremd
hier drinnen tobte der bittere Kampf,
abgeschottet vom Leben das es nicht mehr gab,
so nicht mehr möglich war.
Musik der stille Tröster
Verbündeter, Quelle für Ruhe, Kraft.
Heilsame Seelenquelle die engste Familie
ihre offene, schonungslose Ehrlichkeit, ihr Dasein.
Ich schaffte es, irgendwie...
fand mich, die Kraft alle Konsequenzen zu akzeptieren,
damit umzugehen, zu leben,
gestützt von euch, gehalten, bestätigt, angenommen.
Das da draußen finde ich wieder
wenn die Zeit gekommen ist, irgendwann, oder nie.
Neue Fenster öffneten sich,
Tore wurden durchschritten.
Ihr fandet mich auf der Suche;
wagte Neues durch euch, ergriff dankbar gereichte Hände,
ging mit euch gemeinsam neue Wege.
Neues wurde gebaut, aufeinander vertraut.
Wir sprechen die gleiche Sprache.

Ausbrechen
Frei möchte ich sein mal wie der Wind
Blätter am Baum streifen
mal ganz sacht mal geschwind;
mich niederlegen wo es mir gefällt
weitertragen lassen
dort hin wo das Glück beginnt.
Möchte seinen Melodien folgen
Schabernack treiben mit fliehenden Wolken
niedersausen, aufsteigen, tanzen mit Sturm und Wind
mich austoben auf Gräsern und Wäldern
voller Übermut einfach so, wie ein Kind.
Kapriolen schlagen, selbst Träume beflügeln
Wasser peitschen, Sandhügel gerade bügeln.
Abenteuer finden an Zufallszielen,
manchmal sanft, manchmal wild, oft gar etwas ungeheuer
Mauern durchbrechen, Verbogenes gerade biegen.
Freiheit atmen, Freiheit fühlen
nirgendwo mal Grenzen spüren,
zur Einheit werden mit der gesamten Natur,
egal ob es wahr, ein Traum eine Vision auch nur.
Bleiben oder fliegen in die Unendlichkeit
einmal berühren das Sternenkleid.
Schlaflos

Ereignisreich war der Tag,
gedankenlos schaue ich hinauf zum Himmel
der funkelt und blinkt, als lache er mir zu
in schlafloser Nacht.
Sterne tanzen in großer Zahl,
ich zähle flimmernde Pünktchen schmunzelnd
die ein neckisches Spiel zu treiben scheinen.
Eine spezielle Stimmung die ich erlebe, aufnehmen kann
bei der mir scheint,
als blicke ich in unzählig blitzende, glückliche Augensterne
leuchtende Punkte die aus vielen Gesichtern strahlen,
nachvollziehbar magische Spiegel, Verführer.
Mit offenen Augen beginne ich zu träumen,
dein Gesicht schiebt sich zu der nächtlichen Szenerie.
Sehe nun dort nur dich,
ertrinke bei jedem Blick in deiner Augenfarbe
die mich wie ein ständig blinkendes Leuchtfeuer in der Weite des Ozean anzieht.
Nie mehr sah ich solche Farbe
ertrinke freiwillig stets in diesem Meer;
Farbenfeuerwerke gaukelt mir das liebende Herz
als hätte die Sonne mit dem Mond getanzt
vermische sich Tag und Traum im aufgehenden Sternenglanz.
Im Verglühen wurde die Erde von der Sonne geküsst,
ich sah wie der Mond erwachte, sie sanft begrüßt;
träume seither vom sanften Glanz ihrer ausbreitenden Schleier
als einem speziellen Gruß.
Diese besondere Stimmung verzaubert die Liebe im Innern
mir ist, als flackern Kerzenlichter im Takt zweier Herzen,
mal aufgebracht, mal mild, doch immer gemeinsam.
Ein Traum, und auch ein wahres Bild
dass ich nun mit in meine glückliche Nacht nehme
Klarheit-Unklarheit
Schätzungen-Einschätzungen
Andere Menschen schätzen uns oft ganz anders ein
sehen uns anders als wir selbst.
Fragt man sich nicht irgendwann mal in stillen Stunden:
'Wer war ich gestern, ist mir das klar,
kenne ich mich so genau wie ich meine, weiß ich das wirklich?'
Es geht alles so schnell,
Morgen ist heute schon gestern...
Wer bin ich heute,
bin ich mir meines wahren Ich's wahrhaft bewusst
was hat sich seither verändert;
wenn ja, wie und durch was habe ich mich verändert,
positiv-negativ?
Ahne ich wer, wie, was
und wo ich morgen sein werde,
was mich erwartet ?
Was nehme ich von gestern morgen mit?
Oft plant man weit im Voraus.
Sollte ich nicht erst einmal fragen: werde ich morgen noch sein?
Wenn nicht, stelle ich mir heute die Frage,
wo werde ich dann sein, wie wird es dort sein,
gibt es den Ort wirklich,
trifft man auf eine gewisse Weise jemanden wieder
den man kannte - hier im Leben?
Ist er dort oben
wohin sich unsere Blicke automatisch wenden wenn wir davon reden,
jemand wieder gegangen ist,
diese endgültige Schwelle überschritten hat?
Gibt es das alles,
ist das alles überhaupt so wie wir es uns manchmal denken, ausmalen,
in einer Wunschvorstellung?
Bringen mir diese Fragen Klarheit?
Sicher nicht! Offene Fragen!
Der Weg führt immer weiter ins Ungewisse,
weiter gehen wir den Weg, intuitiv mit allem was er bringt;
lernen daraus, verstehen damit umzugehen,
begreifen erst im Rückblick.
Lernen hinzu über uns selbst,
alle Lebensstationen, Wegbegleiter, erfassen den tieferen Sinn.
Plötzlich wird ein Kreis deutlich sichtbar
der sich schließt, irgendwann
zu einem uns unbekannten Zeitpunkt,
glücklicherweise.
Nicht umsonst heißt es,
dass der Weg das Ziel sei...

In der Menge
Ein Mensch steht
im Gewühle, der Geschäftigkeit des Tages
stumm, ausdruckslos,
fast desinteressiert so scheint es.
Er wird geschubst, angerempelt, erntet Kopfschütteln,
nimmt das reaktionslos, emotionslos, bewegunslos hin,
steht mit aufmerksamem Blick im Zentrum der allgemeinen Hektik
um ihn herum.
Keine sichtbare Regung,
keine Mimik die Gedanken, Gefühle verrät,
verloren scheint er.
Oder sind eher alle anderen verloren,
die hetzen, eilen, rennen, nach allem möglichen jagen,
doch unzufrieden sind
weil die Jagdbeute nur banale Fragwürdigkeiten erfüllt,
kurz beglückt, doch schnell vergeht?
Ist er ein Mensch
mit innerem Reichtum
der sich genügt, seinen Geist füttert, die Seele öffnet
alles aufnimmt, aus sich schöpft, in sich ruhen kann, zufrieden ist
sich selbst gefunden hat?
Seine Augen tragen ihm alles ins Innere
seine Sinne nehmen intensiv wahr,
arbeiten damit, heben es auf
in Falten vieler kleiner innerer Fächer
wohlsortiert.
Er hat die Fähigkeit
zu bestimmten Zeitpunkten in feinen Dosen abzurufen
was wichtig ist für ihn,
seinen Geist, seine Seele, zum Wohlfühlen.
Er ist wacher als alle um ihn herum
die oft ziellos rennen, orientierungslos, ruhelos;
erschlagen, enttäuscht und unerfüllt bleiben im Innern mit vielen offenen Fragen:
warum, nach was suche ich, wofür das alles, wozu tu ich das
täglich neu,
doch nicht fähig sind sich selbst
und glückliche Zufriedenheit zu finden.

Ein Jemand bin ich...
Ein Jemand bin ich wie jeder,
doch nicht Irgendwer oder Jedermann.
Bin ein Mensch wie du
und doch anders.
Logisch, denn ich bin ich
nicht du;
im Aussehen, Wesen
mit meinem gesamten Ich.
Nehme mich nicht wichtig,
bin nicht wichtig,
doch wichtig genug
der Winzling eines Ganzen zu sein.
Will Ich sein
heute, morgen,
hier und dort
wann und wie ich eben bin.
Nicht irgendwas, noch irgendwer
wie es jemand gefällt,
dann wäre mein Ich verschüttet
mein Charakter verfälscht, verbogen.
Ich will mein Ich leben
mich nicht mehr verdrehen,
nicht abhängig davon zu machen
je nach Handlung und Worten
freundliche oder missbilligende Mimik,
böse Blicke zu ernten.
Will sein wie ich bin, geworden bin
mir erarbeitet habe;
was ich sein kann, wann und wie, egal wo ich bin
es war ein mühsamer Weg dahin.
Ein Jemand bin ich wie jedermann
aber doch "Ich"

Flucht
Oft möchte ich vor mir selbst flüchten
raus aus meiner Haut
sie einfach abstreifen,
wie eine Schlange die ihre alte Haut verlässt
ein neues Leben beginnt
oder der Schmetterling
der als Raupe ungeliebt
den Kokon verlässt
und sich als neues Wesen zu erheben.
Würde es mir gelingen
mit dem Abstreifen der alten Haut neu zu leben
alles hinter mir zu lassen das mich belastet, bedrückt, nicht gefällt.
würde ich nach einer Weile alles vermissen,
mich zurücksehen nach der alten Haut
in der ich mich wohl oder unwohl fühle
aber vertraut
und ein Teil von mir ist.
Eigenes Paradies
Wenn Phantasien
durch das Unterbewusstsein schweben,
Traumgedanken unmerklich fein
wie von Flügeln in unser Inneres wehen
sich ausbreiten, zart, kaum spürbar
wie ein leiser Atemhauch das Gesicht streifen,
schließlich die Haut zu glühen scheint
unter der Intensität des kaum Spürbaren
erwacht der Wunsch, dass dies nie enden möge.
Es erscheint so wahr als sei es kein Traum,
laut und deutlich klopft das Herz.
Ist es Sinnlichkeit, die so intensiv erleben lässt
um gedanklich abzuheben,
sehnsuchtsvoll auf weichen Phantasiewolken dahin zu schweben?
Bewegende Träume des Herzens, Erwartungen,
veschlossene Gefühle und Geheimnisse
senden wir schließlich in Wolken und Wunschwelten.
So schafft man sich geheime Zufluchtsorte,
unentdeckte, versteckte Inseln
eigene, kleine geschützte Paradiese.

WO ist das WO?
Was wäre ein Strand ohne Meer
ein Himmel ohne Sterne, das Leben ohne Lachen?
Wo ist das Lachen seit du gegangen bist
kein Augen - Blick mehr der mein Herz betört,
alle Hilfeschreie (rufe) verhallen ungehört.
Rufe nur mehr still, im Innern nach dir, ganz leise
die Gedanken ziehen weiter Kreise
tragen mich zu mir
auch wenn du gegangen bist
suche dich überall, wirst schmerzlich vermisst.
Wo bist du, wo ist mein Glück
nur Gedanken, Erinnerungen führen mich zu dir zurück.
Seit du gegangen können meine Augen nicht sehen
als würden die Uhren und die Welt sich nicht mehr drehen.
Doch mein Herz schlägt weiter, bleibt nicht stehen
wird dich weiter mit Augen der Liebe sehen.
Der Wind trug dich fort
gingst mit dem Sturm auf die Reise,
es rauscht in mir wie Brandung und Gischt,
übertönt meine Rufe, sie erreichen dich nicht.
Trägt dich immer weiter fort, wo ist das Wo, dieser unbekannte Ort?
Meine Rufe verhallen leise, bin in Dunkelheit gefangen,
sehe kein Licht mehr
seit du bist von mir gegangen.
© E.G.
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