E.G.
Zauberwelt in Seifenblasen
(Seifenblasenclown)
Wie ein Sternenhimmel schillert es unterm Zirkuszelt
ein ganz besonderer Clown ist dort nun der Held.
Die Manege ist dunkel, leise und verträumt die Musik
der Scheinwerfer leuchtet auf - alle wenden den Blick
auf den stillen Clown dort im Licht
schon ist man fasziniert - schaut aufmerksam in sein Gesicht.
Er hat einen Pustefix - riesengroß
und eine Wanne voll Schaum - was macht er bloß?
Im Zeitlupentempo hebt er den Arm -
Taucht ein das Ding und - was ist das - schau mal an?
Lächelnd doch stumm blickt er in die Runde,
als verbreite er allen eine frohe Kunde.
Man hört ein leises Raunen nur,
gebannte Blicke strahlen zu ihm empor
dem Ver-Zauberer aller Kinderseelen
solch ein Clown darf wirklich nicht fehlen.
Er bläst hinein in das runde Ding
ganz vorsichtig, man sieht dass da vorne was hing.
Es wächst, und schillert wunderschön
wird immer größer, man kann sich fast drin sehen.
Ohhhh, eine riesige Seifenblase wächst da heran
sie zieht jeden wirklich in ihren Bann.
Kinderaugen weit aufgerissen,
sitzen staunend und atmen kaum
denn was sie da erleben, verstehen sie kaum.
Es wird ein endloser Wirbel von Zauberblasen
ein Farbenzauber ganz besonderer Art.
Wie voll Magie ziehen sie einen an
verführen zum Träumen, zerplatzen oft dann.
Keinen einzigen will man deshalb versäumen ,
es ist so schön. sich in Phantasiewelten zu träumen.
Noch eine, noch eine, doch nun ist es zu Ende
erwachend klatschen alle begeistert in die Hände.
Auf dem Heimweg bleibt ein schillernder Traum
wieder mal zu besuchen den Seifenblasenclown.
Er schenkt Träume, verzaubert still und ganz leise
schickt jeden auf eine an Herzen rührende
zart gesponnene, bunte Seifenblasenreise.
Verlier mich darin um einfach zu träumen,
nicht einen Winzling möchte man da versäumen.
zerplatzen sie - ist der Traum vorbei –
ein Schein nur - ein Trugschluss, dass dies die Wirklichkeit sei.
copy E.Go

Stufen des Glücks
Neues Leben wird geboren,
schnell eilt jeder es zu sehen,
immer wieder ein neues Wunder,
das mitzuerleben einfach schön.
Aufmerksam beäugt man jeden Schritt,
kann den Blick kaum von ihm wenden.
Das erste Lächeln, der ersten Zahn
alles ist im Babywahn.
Aufmerksam bewacht man jeden Schritt,
bangt, und hofft, und fiebert mit
bei allen Sachen die es neu entdeckt
scheint es als hätte es das Universum entdeckt.
Es ist das Schönste, Beste, Klügste,
so denkt fast jeder - oder er lügt.
Gar nichts soll dem Kind geschehen,
es aufwachsen sehen ist einfach schön.
Entdeckst die Welt neu mit seinen Augen,
fängst wieder ganz neu an zu staunen.
Möchtest keinen Moment verpassen
jeden Kummer ihm erlassen.
Irgendwann wird es eigene Wege gehen,
nimmst du immer weiter Teil
ist das wunderschön.
Es wird eigene neue Erfahrungen machen
kennen lernen auch unschöne Sachen.
Gib ihm Wurzeln damit es stark fürs Leben,
Liebe kannst du ihn immer weiter geben.
Doch ersticke es nicht - es braucht Freiraum auch
den es genauso wie Schutz und Liebe braucht.
Ist es dann groß so lass es ruhig ziehen
es kehrt immer zurück - du wirst es sehen.
Geht jeden Weg mit Zuversicht, Freude und Glück
Liebe mit Flügeln bringt es stets zurück.
copy E.Go

Abseits
Alte, Kranke, Behinderte
Rollstuhlfahrer - oft im Abseits
Oft genug wird deutlich gemacht wie lästig man ist
wie unerwünscht der Anblick
Alles Mitmenschen
Trotzdem schaut man sie oft von der Seite an
Oft sogar gibt es böse Beschimpfungen
Rempeleien, aufdringliche Blicke
Unverständlicherweise oft von älteren Menschen
Die doch anders denken sollten meint man
Die sogenannten "wilden Kerle" dagegen sind sehr hilfsbereit
nehmen mich als Menschen wahr, normal
Selbst in einer Arztpraxis kann es passieren
Eine Rollifahrerin meldete sich an
Wurde bewusst übersehen
ihrem Mann über ihren Kopf hinweg geantwortet
Zum ersten Male hat sie sich da gewehrt
gesagt dass sie nicht zwar nicht laufen
aber reden und auch denken kann
keine Antwort an sie - es gab sie einfach nicht
Ist sie kein ansprechbarer Mensch nur weil sie nicht laufen kann?
Ihr Kopf kann denken, ihre Seele fühlen
das Herz schmerzen
Auch sie ist ein Mensch!
Jedes freundliche Lächeln
Erleichtert ihr den Augenblick
sie gibt es gern zurück
Macht sie frei, gibt ihr einen Wert
Fühlt sich angenommen
Vollwertig
Von Mensch zu Mensch
Durch ein Lächeln - glücklich
© E.G.

Lerne zu verzeihen
Man kommt nicht als Eltern auf die Welt
ein Kind - eine große Aufgabe die das Leben stellt.
Ein großes Glück ist es dazu,
das liebt und hegt man immerzu.
Eltern werden ist nicht schwer,
alles richtig machen dafür aber sehr.
Das Kind wird größer, fängt manches an,
macht Musik, treibt Sport, du feuerst es an.
Begleitest es auf allen Wegen
es aufwachsen zu sehen ist ein Segen.
Der Schulalltag kommt bald dazu.
es trifft neue Freunde, du schaust lächelnd zu.
Bist stolz wenn gut es lernen kann
dir sagt was es erlebt, und ob es wird Supermann
Eine Weile später geht es aus
es wird viel später, du wartest unruhig sorgenvoll zu Haus.
Manchmal bist überfordert du dann,
reagierst falsch und kommt es schreist du es an.
dann tut es dir leid, es war ja nur Angst,
Kinder hören nicht gern dass du um sie bangst.
Die Pubertät für alle oft eine schlimme Zeit
liebe Kinder - seid auch ihr mal zum Verzeihen bereit.
Im Grunde versteht ihr euch doch gut
Also nehmt euch in die Arme und alles ist gut.
Man muss erst lernen Eltern zu sein
Das ist oft schwerer als mancher Schein
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Freigabe aus Liebe
Aus Liebe wollte ich es tun
damit du endlich könntest ruh` n,
du wärest frei von Müh und Sorgen
würdest freuen dich auf jeden
unbesorgten Morgen.
Kein Krankenhausgerenne mehr
kein Elend mehr sehen - hilflos dastehen.
Ich spüre doch wie müde du bist -
verzweifelt wie ich - wenn du das immer siehst.
Das Herz war schwer beim Gedanken an diesen Schritt,
du machtest da einfach auch nicht mit.
Fragtest ob ich das denn tun würde
wenn es ihn träfe - da stand ich vor einer neuen Hürde.
Natürlich habe ich das verneint,
vor lauter Kummer sehr geweint.
Niemals würde ich dich verlassen
das würde doch zu uns nicht passen.
Gelobt haben wir damals feierlich -
was auch passiert wir lassen uns nicht im Stich.
in guten wie in schlechten Tagen
das würden wir heute wieder sagen.
Verzweiflung hat mich das damals sagen lassen
dachte es sei besser dich gehen zu lassen.
Wir werden gemeinsam weiter gehen
und jeden neuen Sturm bestehen.
copy E.Go
Am Ende des Weges
Alte Menschen, oft allein gelassen
sind ein trauriges Kapitel.
Krank, abgeschoben, ungeliebt sind manche,
vegetieren dahin oft in Einsamkeit.
Hilflos, krank, müde und verbraucht
hocken sie hilflos allein in der Wohnung oder im Heim.
Für ihr Essen wird gesorgt, nur eine Schlafstätte ist noch ihr eigen.
Oft bleiben nicht mal ein paar persönliche Dinge
die ihnen wichtig sind.
Keine Freude, keine Liebe, keine Wärme.
Das soll genügen?
Sie brauchten auch so viel mehr Zuwendung
sitzen täglich da und warten auf lieben Besuch, ein nettes, freundliches Gespräch.
Einsam auf dem Zimmer, oft ohne Nachbarn
Hoffen sie auf ein Licht der Freude.
Sie reden nicht drüber was sie bewegt und schmerzt.
Interessen sind erloschen,
Ablenkungen von den Beschwerden des Alters sind mager.
Stumpfsinnig im Unglück sitzen manche einfach da
lassen den Tag nur still vorüberziehen.
Sie verstummen in Trauer und Leid sehnen sich oft nach dem Tod -
er käme oftmals als Erlöser aus dieser freudlosen Einsamkeit.
Kann man das nicht nachfühlen?
Welchen Sinn hat da das Leben für den Menschen?
Traurig und einsam wollte sicher keiner sein von ihnen.
Aber danach wird nicht gefragt - sie müssen es hinnehmen.
Ihr ganzes Leben lang haben sie gesorgt,
geschafft und gegeben was eben möglich war
oft mehr als das.
Nun müssen sie Anweisungen befolgen, das eigene Leben fehlt.
Was macht es da noch für Sinn?
Eines Tages sind wir vielleicht die alten,
kranken vergessenen Menschen.
Wenn wir nicht wollen, dass es uns ähnlich ergeht
wir keine Freude mehr im Leben erkennen können
Müssen wir das ändern - sofort.
In Würde auch das letzte Stück des Weges mit etwas Freude leben
darauf darf keiner vergebens hoffen
Lasst eure Lieben nicht allein.
Dann werdet auch ihr es im Alter nicht sein.
copy E.Go
Mutterliebe
Mutter von zehn Kindern,
abgearbeitet, geschafft, ausgelaugt.
Alle Liebe, Sorge, und Aufmerksamkeit hat sie ihren Kindern geschenkt.
Ihre Wünsche, Träume hinten angestellt – aber nie gelebt.
Das Geld war knapp, die Kinder sollten es besser haben.
Sie verzichtete - wie immer - lächelnd aus liebendem Herzen.
Nie hat sie gefragt warum sie das tut -
Es war alles selbstverständlich.
Nun sind alle Kinder flügge,
haben das wärmende und schützende Nest verlassen.
Längst toben Enkelinder durch das Haus,
denen sie auch wieder ihre ganze Liebe schenkt,
ihre Zeit und Fürsorge, und es wird ihr niemals zuviel.
Die Mutter ist alt geworden,
sorgt sich immer noch um die Kinder ,
ob es ihnen gut geht, ob sie glücklich sind
und es ihnen an nichts fehlen mag.
Hat sie ihnen genug gegeben?
Die Kinder genießen ihr Leben
Sie haben bekommen was eben möglich war, bes. Liebe
haben sich Träume erfüllt -
fragen nicht wie es der alten müden Mutter nun geht.
Nicht mal ein Funken Liebe geht zu ihr zurück-
Sie nehmen alles als selbstverständlich hin.
Sie lächelt noch immer,
auch wenn ihre eigenen Träume immer Träume blieben.
Sie entschuldigt, liebt, verzichtet und verzeiht –
Bis zu ihrem letzten Tag.
Diese Mutter war immer für all ihre Kinder da.
Egal wann sie gebraucht wurde
hatte sie ein offenes Ohr, tröstende Arme und Worte.
Wer hat jemals diese Mutter getröstet
ihre heimliche Tränen gesehen –
die sie immer tapfer hinter ihrem Lächeln verbarg.
Zehn Kinder waren nicht in der Lage
einen Bruchteil all der Liebe zu zeigen,
die diese Mutter zehn Kindern geschenkt hatte.
Fassungslos stehen sie nun da –
wortlos schauen in sie in das bleiche ausgezehrte Gesicht -
es lächelt noch immer.
Oma ist ein Engel, sagt eins der Enkelchen –
und berührt scheu die kalte Hand.
Das war sie schon immer - erst jetzt erkennen sie es -
und weinen um sie...sie wird es sehen - von dort oben- und lächeln in Liebe.
copy E.Go
Schöner Ort
ist wo mein Herz wohnt
Deine Liebe mich begleitet
Mir Freude und Heimat winkt
Die Melodie der Sehnsucht klingt
Du deine Arme um mich schlingst
Zusammen alles uns gelingt
Deine Worte mich wie auf Flügeln tragen
wir uns leise "ich liebe dich" sagen
© E.G

Dein Bild
Ich schaue auf das Bild an der Wand
Betrachte das besondere Lächeln auf deinem Gesicht
Es ist still und in sich gekehrt
gleichzeitig so vielsagend und wissend
fast wirkt es ein klein wenig wehmütig, bescheiden
aber ebenso besonders wie du.
Warum lese ich das erst heute in deinem Bild
es sagt so viel auch ohne Worte,
nur mit dem Ausdruck deiner Augen
deinem wissenden doch undefinierbaren Lächeln
hätte ich es doch früher gelesen
noch aufmerksamer hingeschaut.
Was hast du gedacht, gefühlt, sagen wollen
was hast du gewusst
das wir nicht mal ahnten - oder doch?
Allein getragen, niemand etwas gesagt?
Gelitten weil du wusstest das wir leiden würden
Noch heute sagst du mir so viel.
Ich lausche nach innen weil ich dort deine Stimme vernehme
die auch so herrlich fröhlich und unverfälscht
glockenrein lachen und singen konnte
klar, unverwechselbar, einzigartig und besonders,
wie dein Lächeln
wie du - eben nur du
wie dein Bild in meinem Herzen.
© E.Go

Warum erst jetzt?
Manchmal wachen Menschen erst auf
wenn ein nahe stehender Mensch gegangen ist
Still, leise, ohne ein Wort
Jahrelang wurde er nicht mehr wahrgenommen
als es ihm geholfen hätte
Er jemand gebraucht hätte für den er existierte
der mit ihm seine Gedanken teilte
seine Nöte, Sorgen und Ängste
Niemand der da bereit gewesen wäre zuzuhören
nun, da er still ohne ein Wort gegangen ist
wird er bemerkt
wahrgenommen
bekommt einen Wert
wird behutsam behandelt
wie um ihn nicht zu stören
aufzuwecken.
Jetzt da er es nicht mehr wahrnehmen kann bekommt er die Ruhe
die Stille die er manchmal gebraucht hätte
um Kraft zu sammeln, seine Gedanken zu ordnen
aber alles nicht bekam
nur Unverständnis.
Ungewollt bekommt er nun all das
doch er hat nichts mehr davon
lässt nur verständnislose Gesichter zurück
die erst jetzt begreifen
doch wie immer - zu spät