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 "Texte"

&

gelebte Worte

An diesem Ort....

Egal wer jemand war,
bekannt, berühmt, prominent,
oder ein einfacher Bürger.
 
Am Ende
bleibt nur der Mensch, seine Hülle;
das letzte Hemd hat keine Taschen.
 
Er kann nichts mitnehmen,
kein Geld, keine Titel
nichts beeinflussen.
 
An der Himmelspforte zählt nur
wie jemand als Mensch gewesen ist,
dort sind alle gleich.

Sehnsucht

 Melancholie lag in ihrem Blick
den traurigen, dunkel umschatteten, Augen.
 
Schmerzliche Sehnsucht
nach einem Lächeln,
 einer warmen, sanften Stimme,
liebevoller Berührung.
 
Nur ein wenig Verständnis wollte sie,
etwas Aufmerksamkeit
starke Arme spüren,
die um sie gelegt sind wie ein Schutzwall.
 
Eine Schulter, an die sie den Kopf anlehnen kann
gemeinsam die Blicke zum Himmel gerichtet
um Sonnenuntergänge, strahlend mildes Licht des Mondes,
Sternschnuppen zu sehen...
 
 Intensiv ist nun das Erlebnis, ganz stimmungsvoll
mit dem Gefühl der tiefen sicheren Geborgenheit
dem angenommen und behütet sein in Liebe
 die überall spürbar ist.
 
Sehnsüchtige Gedanken fanden ein Echo
zwei Augenpaare glänzen mit den Sternen um die Wette,
Zwei Menschen, still aneinandergelehnt,
von schützenden Armen umfangen,
in vertrauter Zweisamkeit, glücklich;
 
wie zwei Schiffe,
die im undurchdringlichen Nebel
unbeirrt den rechten Weg suchten,
um endlich nach allen Mühen
sicher im Heimathafen zu landen.

Magnete

Zwei Wildfremde
in großer Menschenmenge
streben aufeinander zu,
zielstrebig wie Magnete; unerklärlich.
Ihre lächelnden Blicke sehen,
suchen in diesem Menschenknäuel,
begegnen, verstehen sich,
entdecken Besonderheiten
wie zwei verloren gegangene Hälften
die zueinander gehören.

Beide sehen, fühlen anders, tiefer;
finden, schätzen aneinander
ungewöhnliche Seiten, Fähigkeiten,
im Inneren versteckte Werte
Dinge, die andere Menschen
auch lang vertraute, nahestehende
bisher niemals in
und an ihnen entdecken konnten
oder werden.
Antworten sich verwandte Seelen?

Namenloses Wunder

Mit den Wolken

Dieses Fleckchen Erde
ist meine Heimat;
vertrauter Boden, stabil, sicher.
Ein Hafen in dem ich anlegen kann,
wann auch immer.

Manchmal sind Abschiede unumgänglich
doch ich kehre zurück irgendwie, irgendwann
von wo auch immer
wenn ich bereit bin,
und du wirst mich erkennen.

Wäre der Himmel näher
könnte ich die ziehenden Wolken greifen,
würden Abschiede weniger schmerzen, gar überflüssig sein,
Lieder weiter klingen
von Freiheiten, Hoffnungen, Geheimnissen erzählen.

Versonnen lausche ich den tröstenden Melodien
die mich tragen, stärken, beflügeln.
Zeitweise bleibt das Echo im meinem Herzen stumm
von Tränen erstickt;
doch meine Gedanken ziehen weiter
mit den Wolken...

Demut & Dank

Verbissen gekämpft jahrelang,
Rückschläge, immer wieder;
Fragen und Ängste im Inneren einsam verschlossen,
nie aufgegeben.

An der Grenze angekommen
Umwege gegangen;
vertraut, ergeben, eingewilligt, abgeschlossen,
fast zu spät.

Tränenlos verloren
Träume, Wünsche, Pläne, manche Hoffnung
ein Stück Lebensqualität
alte Wegbegleiter.

Eine starke innere Stimme rief,
hielt fest, weckte Verantwortlichkeit, Demut
Lernbereitschaft, wichtige Erkenntnisse;
aus Schwäche erwuchs Stärke...

Gewinn,
kostbar wie nie zuvor das neue Leben
trotz aller Zweifel, Schwankungen
Stolpersteine, Hürden, Hindernisse, Grenzen.
Frei der Kopf, klar die Gedanken, ein unschätzbares Geschenk!

Danke für jeden Tag, jede gute Stunde
dieses große Glück...

Kleines, wichtiges Nichts

Ein Mensch
hält sich für unwichtig
wird vielfach übersehen, übertönt
;
seine Meinung zählt nicht.
Er wirkt unscheinbar
bliebe gern unsichtbar
seine Selbst-Wert-Schätzung ist gering,
wurde stets untergraben
beiseite gedrängt, er war häufig unerwünscht.

So jedenfalls sah er sich selbst;
schüchtern
voller Ängste, Zweifel, banger Fragen,
schämte sich oft seines Daseins
seiner Sichtbarkeit
die keinen Wert zu haben schien.
Er schien ein Nichts,
im klugen, mächtigen, alles umfassenden Universum
der Menschen die ihn umgaben,
verlachten, verspotteten, ignorierten.

Er war wichtig,
nichts lief ohne ihn
doch niemand konnte das anerkennen,
wollte es einsehen, wahrhaben.
Er selbst war zuverlässig, pflichtbewusst,
schluckte alle Verletzungen still, schwieg dazu.
Jedes Rädchen im gesamten Werk ist wichtig
um eine reibungslose und störungsfreie Funktion
garantieren zu können.

Gar nichts und niemand ist nichts wert,
auch jedes als 'Nichts' eingestufte
übervorteilte hat einen Wert.
Es sind nur die Ansichten, Einschätzungen,
Vorurteile einiger Menschen
die glauben diese Wertigkeiten allein richtig einschätzen, beurteilen zu können.
Bewusstsein
Selbstbewusstsein
sagt nichts über den Wert eines Menschen aus.


 Bewegen wir etwas!

Rezept: 'Einfach Mensch sein'
(Dosierung unbedenklich, ohne schädliche Nebenwirkungen, Haltbarkeit unbegrenzt)

Blind
sind wir oft
für Nöte anderer

Taub

sind wir oft
gegenüber manchem Hilferuf

Stumm

bleiben wir oft
wo ein tröstendes Wort helfen könnte

Unbeweglich in jeder Form

bleiben wir viel zu oft
obwohl schon ein Schritt Rettung bedeuten könnte

Öffnen
wir öfter die Augen
um Not und Unrecht zu erkennen

Öffnen
wir öfter unsere Ohren
um Hilferufe zu vernehmen

Öffnen
wir öfter den Mund
zum Trost zu spenden, Unheil zu verhindern

Öffnen
wir öfter die Arme
um Wärme, Geborgenheit, Liebe zu schenken,
Miteinander zu signalisieren

Öffnen wir alle Sinne
um füreinander da, eine Gemeinschaft,
einfach Mensch zu sein


Öffnen wir unsere Herzen,
sind wir mutig
und bewegen etwas!


Trauen - Vertrauen

In dir wohnt Einsamkeit, Angst;
qualvoll gepeinigt von bangen Fragen
Ruhelosigkeit, Dunkel in dir,
sogar mit Schuldgefühlen plagst du dich.
Du hast viel ertragen,
wurdest enttäuscht, getäuscht, gedemütigt,
als Mensch ignoriert, fast zerstört.

Alles Licht scheint erloschen;
gehst orientierungslos, verwirrt, verhalten auf die Suche
in der Stille deiner inneren Nacht.
Alles scheint zu laut, zu hell, zu grell, zu schrill
bedrohlich beängstigend, furchteinflössend.
Fragwürdig was auf dich einstürzt,
da das Leben dir böse zusetzte,
seit Kindesbeinen.

Ausgenutzt, verletzt,
zum Schweigen gezwungen wurdest du.
Keine Tränen mehr,
leergeweint die schönen Augen
mit dem erloschenen, tieftraurigen, entsetzten Blick.
Noch jetzt, viele Jahre danach
wirkt das Gesicht wie eine Schutzmaske;
meist erstarrt, eingeschüchtert;
innerlich lodert Hass, der die Miene manchmal belebt.

Du ziehst dich zurück
verwirrt von allen Eindrücken, Forderungen
Überflutungen des dich verschlingenden Alltags.
In dir eingemeißelt sind Narben des Erlittenen,
Scham zu versagen, Ansprüchen nicht zu genügen,
nicht zu sein wie andere – normal, doch was ist das?
Du hast es nie kennen gelernt, musstest folgen und schweigen,
hin und wieder brechen alte Wunden auf, bluten.

Du bist ohne Schuld, trägst alles Gute in dir
wirst geliebt, gehalten, bestärkt.
Trau dich, trau dir etwas zu, diese Peiniger sind nicht mehr.
Ergreife meine Hand die dich leiten will – behutsam,
dem Licht entgegen, dem Leben das auf dich wartet
vielfältig schön, bunt, reich.

Trau dich, vertraue

Drogen

Zeitungen schreiben
das TV zeigt Bilder;
wir hören, sehen, lesen
wie es oft begann:

Die einen sagen:
nur mal probieren wie das wohl ist,
was man fühlt, was man spürt
in welche Welten uns das führt.

Andere sind ängstlicher, vorsichtig
aufgeklärt über die Folgen die es haben kann
wissen, lehnen sofort und rigoros ab,
widerstehen der Versuchung, bleiben stark.

Die einen locken:
"Sei kein Frosch"
davon wird man nicht gleich süchtig,
komm, nur mal probieren, ein einziges Mal...

Die anderen:
"Sucht ist Schwäche
macht abhängig
Drogen zerstören Menschenleben."

Die Schwankenden:
"Feiglinge,
nur einmal- damit man weiß und mitreden kann
wo man dann ist, wie man dann ist, wie es ist mal abzuheben."

Oft begann es so:
erst nur probiert, dann immer wieder, immer mehr,
nicht mehr losgekommen, untergegangen in dem Sumpf
in den sie nur probeweise reinschnuppern wollten.

Die Starken,
die Verschmähten, die sie als Feiglinge beschimpften
sehen ihre Sorge bestätigt, erleben hautnah was Drogen aus Menschen machen,
elende, hilflose, abhängige Geschöpfe.

Das Nein zu Drogen ist Stärke
macht sie zu Siegern
ihr Widerstand zu Gewinnern.

Andere füllen vielleicht irgendwann die Zeitungen
geistern durch das TV, Schreckensbilder:
Abgerissen unter einer Brücke, bettelnd am Bahnhof, Tod auf der Toilette...

Alles verloren

Gratis Tankstelle

 

Ein Herz

 gefüllt

mit Liebe

Freundschaft

gerne bereit

 zu geben

zu fließen

 automatisch

selbstlos

magisch

solange es schlägt

E.G.

 

 

 

Bilder & Worte

 

Manchmal sieht man ein Bild

und es drängen sich Worte auf

die einem dazu einfallen

weil es bestimmte Empfindungen

und Bedeutungen weckt.

 

Ein anderes Mal lese ich Worte

und möchte dazu ein Bild malen

das ich vor mir sehe

das Formen und Farben annimmt

wenn ich die Worte lese

© E.G 

 

 

Festgehalten für dich...
die Hoffnung

Lange Zeit warst du fern
Krankheit zwang dich dazu;
doch ich wollte dir ein Stückchen Himmel bewahren
dir die Sterne schenken
damit deine Träume, Wünsche und Ziele nicht verloren gehen.
Auf dem Weg dich zu besuchen
habe ich den Himmel mit allen Träumen eingepackt,
meine Taschen gefüllt
mit den ersten Frühlingsboten, lauwarmen Regentropfen,
wärmenden, wohltuenden, heilenden Sonnenstrahlen.
Später im Jahr dann machte ich mich wieder auf den Weg,
sammelte bunte Blätter die sterbend in schmutziggrauen Wasserpfützen lagen
dem Spiegelbild der düsteren Trostlosigkeit ringsum;
in schönsten, farbenprächtigsten Gewändern ihre Abschiedstänze vollführten,
ihr leuchtendes Bunt mit dem Totenkleid tauschten
im beruhigten Wissen auf die Wiedergeburt im Frühling
am Ende farblos braun zu Staub zerfielen
beim Grollen des Donners, und gefährlich mahnenden Blitzen.
Im Hintergrund der Regenbogen der Hoffnung
meiner Zuversicht.
Alles brachte ich zu dir
damit du das Leben nicht vergisst,
Energie geweckt wird,
du weiterkämpfst, neu beginnst
lebst und träumst
mit mir
und meiner Hoffnung

© E.G.

 

Diamanten

 

Ihr meine Zwei

seid wie Edelsteine

so wertvoll und kostbar für mich

Unverzichtbar

durch die Liebe die uns verbindet

Manchmal eckt man an

Verschiedene Meinungen und Ansichten prallen aufeinander

Man reibt sich an den Problemen

 die Ecken werden runder, abgeschliffener

tun nicht mehr ganz so weh

aber das sind eben wir

verschiedene Menschen

aber Menschen

liebenswert

mit verschiedenen Charakteren

offen und frei

auch wenn es oft wehtut

sind wir eine unverbrüchliche Gemeinschaft

die sich liebt

© E.G 

 

Blutende Herzen

 

Beendete Beziehung

Schmerz

Ohnmacht

Nichtverstehen

Sehnsucht

Es zerreißt eure Herzen

ihr liebt euch doch

warum funktioniert es nicht zusammen

nicht miteinander

 nicht ohne einander

die Nummern im Handy sind gelöscht

in euren Herzen aber nicht

lasst die Wunden heilen

verschließt sie

es werden Narben bleiben

aber auch einen Neuanfang ermöglichen

 

© E.G 

 

 

 Energie - Quelle

Deine Augen haben mich fasziniert

das Lächeln mich tief in meiner Seele berührt 

Wie ein Lavastrom rauscht das Blut durch meinen Körper

bei deinem Blick, deinem Lächeln, deiner Berührung.

gab mir oft schon Trost, Kraft, und den Mut weiterzuleben

ließ mich das Leben wieder spüren

entfachte den Willen neu, leben zu wollen

 

Du hast Feuerwerke der Gefühle in mir entfacht

kleine Explosionen die mich zu verbrennen drohten

 bin wie elektrisiert, wieder neugierig auf das Leben

gibst mir neue Energie, die mich lebendig fühlen lässt

Weiß mich aber auch aufgehoben

 in deiner Fürsorge und Liebe, deinem Schutz

das alles beinhaltet was wirklich wichtig ist

Grenzenloses Vertrauen habe ich deshalb zu dir

 

© E.G 

 

Was du weißt

Du weißt wie  er aussieht

weißt wie er spricht

kennst sein Äußeres,

erkennst sein Gesicht

doch von seinem Wesen,

seinem wahren "Ich"

weißt du nichts

 

© E.G 

 

 

 

 

 

Zauberwelt in Seifenblasen

 

 (Seifenblasenclown)

 

Wie ein Sternenhimmel schillert es unterm Zirkuszelt

ein ganz besonderer Clown ist dort nun der Held.

Die Manege ist dunkel, leise und verträumt die Musik

der Scheinwerfer leuchtet auf - alle wenden den Blick

auf den stillen Clown dort im Licht

schon ist man fasziniert - schaut aufmerksam in sein Gesicht.

 

Er hat einen Pustefix - riesengroß

und eine Wanne voll Schaum - was macht er bloß?

Im Zeitlupentempo hebt er den Arm -

Taucht ein das Ding und  - was ist das - schau mal an?

Lächelnd doch stumm blickt er in die Runde,

als verbreite er allen eine frohe Kunde.

 

Man hört ein leises Raunen nur,

 gebannte Blicke strahlen zu ihm empor

dem Ver-Zauberer aller Kinderseelen

solch ein Clown darf wirklich nicht fehlen.

Er bläst hinein in das runde Ding

ganz vorsichtig, man sieht dass da vorne was hing.

 

Es wächst, und schillert wunderschön

wird immer größer, man kann sich fast drin sehen.

Ohhhh, eine riesige Seifenblase wächst da heran

sie zieht jeden wirklich in ihren Bann.

Kinderaugen weit aufgerissen,

sitzen staunend und atmen kaum

denn was sie da erleben, verstehen sie kaum.

 

 

Es wird ein endloser Wirbel von Zauberblasen

ein Farbenzauber ganz besonderer Art.

Wie voll Magie ziehen sie einen an

verführen zum Träumen, zerplatzen oft dann.

Keinen einzigen will man deshalb versäumen ,

es ist so schön. sich in Phantasiewelten zu träumen.

Noch eine, noch eine, doch nun ist es zu Ende

erwachend klatschen alle begeistert in die Hände.

 

 

Auf dem Heimweg bleibt ein schillernder Traum

wieder mal zu besuchen den Seifenblasenclown.

 Er schenkt Träume, verzaubert still und ganz leise

schickt jeden auf eine an Herzen rührende

zart gesponnene, bunte Seifenblasenreise.

Verlier mich darin um einfach zu träumen,

 nicht einen Winzling möchte man da versäumen.

zerplatzen sie - ist der Traum vorbei –

ein Schein nur - ein Trugschluss, dass dies die Wirklichkeit sei.

 

copy E.Go

 

 

 

Stufen des Glücks

 Neues Leben wird geboren,

schnell eilt jeder es zu sehen,

 immer wieder ein neues Wunder,

 das mitzuerleben einfach schön.

 Aufmerksam beäugt man jeden Schritt,  

 kann den Blick kaum von ihm wenden.

 Das erste Lächeln, der ersten Zahn

 alles ist im Babywahn.

 Aufmerksam bewacht man jeden Schritt,

 bangt, und hofft, und fiebert mit

 bei allen Sachen die es neu entdeckt

 scheint es als hätte es das Universum entdeckt.

 Es ist das Schönste, Beste, Klügste, 

 so denkt fast jeder - oder er lügt.

 Gar nichts soll dem Kind geschehen,

 es aufwachsen sehen ist einfach schön.

  Entdeckst die Welt neu mit seinen Augen,

fängst wieder ganz neu an zu staunen.

 Möchtest keinen Moment verpassen

jeden Kummer ihm erlassen.

    Irgendwann wird es eigene Wege gehen,

 nimmst du immer weiter Teil

ist das wunderschön.

Es wird eigene neue Erfahrungen machen

kennen lernen auch unschöne Sachen.

  Gib ihm Wurzeln damit es stark fürs Leben,

Liebe kannst du ihn immer weiter geben.

 Doch ersticke es nicht  - es braucht Freiraum auch

 den es genauso wie  Schutz und Liebe braucht.

 Ist es dann groß so lass es ruhig ziehen

 es kehrt immer zurück - du wirst es sehen.

 Geht jeden Weg mit Zuversicht, Freude und Glück

 Liebe mit Flügeln bringt es stets zurück.

 

copy E.Go

 

Abseits

 

Alte, Kranke, Behinderte

Rollstuhlfahrer  - oft im Abseits

Oft genug wird deutlich gemacht wie lästig man ist

wie unerwünscht der Anblick

 

Alles Mitmenschen 

Trotzdem schaut man sie oft von der Seite an

Oft sogar gibt es böse Beschimpfungen

Rempeleien, aufdringliche Blicke

 

Unverständlicherweise oft von älteren Menschen

Die doch anders denken sollten meint man

Die sogenannten "wilden Kerle" dagegen sind sehr hilfsbereit

 nehmen mich als Menschen wahr, normal

 

Selbst in einer Arztpraxis kann es passieren

Eine Rollifahrerin meldete sich an

Wurde bewusst übersehen

ihrem Mann über ihren Kopf hinweg geantwortet

 

Zum ersten Male hat sie sich da gewehrt

gesagt dass sie nicht zwar nicht laufen

 aber reden und auch denken kann

keine Antwort an sie - es gab sie einfach nicht

 

Ist sie kein ansprechbarer Mensch nur weil sie nicht laufen kann?

Ihr Kopf kann denken, ihre Seele fühlen

das Herz schmerzen

Auch sie ist ein Mensch!

 

Jedes freundliche Lächeln

Erleichtert ihr den Augenblick

sie gibt es gern zurück

Macht sie frei, gibt ihr einen Wert

 

Fühlt sich angenommen

Vollwertig

Von Mensch zu Mensch

Durch ein Lächeln - glücklich

 

© E.G.

 

 

Lerne zu verzeihen

  

Man kommt nicht als Eltern auf die Welt

 ein Kind - eine große Aufgabe die das Leben stellt.

 Ein großes Glück ist es dazu,

 das liebt und hegt man immerzu.

  

Eltern werden ist nicht schwer,

 alles richtig machen dafür aber sehr.

Das Kind wird größer, fängt manches an,

macht Musik, treibt Sport, du feuerst es an.

 

Begleitest es auf allen Wegen

 es aufwachsen zu sehen ist ein Segen.

Der Schulalltag kommt bald dazu.

es trifft neue Freunde, du schaust lächelnd zu.

 

Bist stolz wenn gut es lernen kann

dir sagt was es erlebt, und ob es wird Supermann

Eine Weile später geht es aus

es wird viel später, du wartest unruhig sorgenvoll zu Haus.

 

 Manchmal bist überfordert du dann,

reagierst falsch und kommt es schreist du es an.

dann tut es dir leid, es war ja nur Angst,

 Kinder hören nicht gern dass du um sie bangst.

 

Die Pubertät für alle oft eine schlimme Zeit

   liebe Kinder - seid auch ihr mal zum Verzeihen bereit.

Im Grunde versteht ihr euch doch gut

Also nehmt euch in die Arme und  alles ist gut.

  Man muss erst lernen Eltern zu sein

Das ist oft schwerer als mancher Schein

 

copy E.Go

 

 

  

Freigabe aus Liebe

 

 Aus Liebe wollte ich es tun

damit du endlich könntest  ruh` n,

du wärest frei von Müh und Sorgen

würdest freuen dich auf jeden

unbesorgten Morgen.

Kein Krankenhausgerenne mehr

kein Elend mehr sehen - hilflos dastehen.

Ich spüre doch wie müde du bist -

verzweifelt wie ich - wenn du das immer siehst.

Das Herz war schwer beim Gedanken an diesen Schritt,

 du  machtest da einfach auch nicht mit.

Fragtest  ob ich das denn tun würde

wenn es ihn träfe - da stand ich vor einer neuen Hürde.

Natürlich habe ich das verneint,

vor lauter Kummer sehr geweint.

Niemals würde ich dich verlassen

das würde doch zu uns nicht passen.

Gelobt haben wir damals feierlich -

was auch passiert  wir lassen uns nicht im Stich.

 in guten wie in schlechten Tagen

das würden wir heute wieder sagen.

Verzweiflung hat mich das damals sagen lassen

dachte es sei besser dich gehen zu lassen.

Wir werden gemeinsam weiter gehen

und jeden neuen Sturm bestehen.

copy E.Go

 

 

 

Am Ende des Weges

 

 Alte Menschen, oft allein gelassen

 sind ein trauriges Kapitel.

Krank, abgeschoben, ungeliebt sind manche,

vegetieren dahin oft in Einsamkeit.

 Hilflos, krank, müde und verbraucht 

hocken sie hilflos allein in der Wohnung oder im Heim.

 Für ihr Essen wird gesorgt, nur eine Schlafstätte ist noch ihr eigen.

Oft bleiben nicht mal ein paar persönliche Dinge

die ihnen wichtig sind. 

Keine Freude, keine Liebe, keine Wärme.

Das soll genügen?

 Sie brauchten auch so viel mehr Zuwendung

sitzen täglich da und warten auf lieben Besuch, ein nettes, freundliches Gespräch.

 Einsam auf dem Zimmer, oft ohne Nachbarn

Hoffen sie auf ein Licht der Freude.

Sie reden nicht drüber was sie bewegt und schmerzt.

Interessen sind erloschen,

Ablenkungen von den Beschwerden des Alters sind mager.

 Stumpfsinnig im Unglück sitzen manche einfach da

   lassen den Tag nur still vorüberziehen.

Sie verstummen in Trauer und Leid sehnen sich oft nach dem Tod - 

er käme oftmals als Erlöser aus dieser freudlosen Einsamkeit.

 Kann man das nicht nachfühlen?

Welchen Sinn hat da das Leben für den Menschen?

Traurig und einsam wollte sicher keiner sein von ihnen.

 Aber danach wird nicht gefragt - sie müssen es hinnehmen.

 Ihr ganzes Leben lang haben sie gesorgt,

 geschafft und gegeben was eben möglich war

oft mehr als das.

Nun müssen sie Anweisungen befolgen, das eigene Leben fehlt.

Was macht es da noch für Sinn? 

Eines Tages sind wir vielleicht die alten, 

kranken vergessenen Menschen.

Wenn wir nicht wollen, dass es uns ähnlich ergeht

wir keine Freude mehr im Leben erkennen können

Müssen wir das ändern - sofort.

 In Würde auch das letzte Stück des Weges mit etwas Freude leben 

darauf darf keiner vergebens hoffen

Lasst eure Lieben nicht allein.

Dann werdet auch ihr es im Alter nicht sein.

copy E.Go

 

Mutterliebe

 

Mutter von zehn Kindern,

abgearbeitet, geschafft, ausgelaugt.

Alle Liebe, Sorge, und Aufmerksamkeit  hat sie ihren Kindern geschenkt.

Ihre Wünsche, Träume hinten angestellt – aber nie gelebt.

Das Geld war knapp, die Kinder sollten es besser haben.

Sie verzichtete - wie immer  - lächelnd aus liebendem Herzen.

Nie hat sie gefragt warum sie das tut -

Es war alles selbstverständlich.

Nun sind alle Kinder flügge,

haben das wärmende und schützende Nest verlassen.

Längst toben Enkelinder durch das Haus,

denen sie auch wieder ihre ganze Liebe schenkt,

ihre Zeit und Fürsorge, und es wird ihr niemals zuviel.

 

Die Mutter ist alt geworden,

sorgt sich immer noch um die Kinder ,

ob es ihnen gut geht, ob sie glücklich sind

und es ihnen an nichts fehlen mag.

Hat sie ihnen genug gegeben?

Die Kinder genießen ihr Leben

Sie haben bekommen was eben möglich war, bes. Liebe

haben sich Träume erfüllt  -

fragen nicht wie es der alten müden Mutter nun geht.

Nicht mal ein Funken Liebe geht zu ihr zurück-

Sie nehmen alles als selbstverständlich hin.

Sie lächelt noch immer,

auch wenn ihre eigenen Träume immer Träume blieben.

Sie entschuldigt, liebt, verzichtet und verzeiht –

Bis zu ihrem letzten Tag.

 

Diese Mutter war immer für all ihre Kinder da.

Egal wann sie gebraucht wurde

hatte sie ein offenes Ohr, tröstende Arme und Worte.

Wer hat jemals diese Mutter getröstet

ihre heimliche Tränen gesehen –

die sie immer tapfer hinter ihrem Lächeln verbarg.

Zehn Kinder waren nicht in der Lage

einen Bruchteil all der Liebe zu zeigen,

die diese Mutter zehn Kindern geschenkt hatte.

Fassungslos stehen sie nun da –

wortlos schauen in sie in das bleiche ausgezehrte Gesicht -

es lächelt noch immer.

Oma ist ein Engel, sagt eins der Enkelchen –

und berührt scheu die kalte Hand.

Das war sie schon immer - erst jetzt erkennen sie es  -

und weinen um sie...sie wird es sehen  - von dort oben-  und lächeln in Liebe.

 

copy E.Go

 

 

 

 

Schöner Ort

 

ist wo mein Herz wohnt

Deine Liebe mich begleitet

Mir Freude und Heimat winkt

Die Melodie der Sehnsucht klingt

Du deine Arme um mich schlingst

Zusammen alles uns gelingt

Deine Worte mich wie auf  Flügeln tragen

wir uns leise "ich liebe dich" sagen

 

 © E.G

Dein Bild

 

Ich schaue auf das Bild an der Wand

Betrachte das besondere Lächeln auf deinem Gesicht

Es ist still und in sich gekehrt

gleichzeitig so vielsagend und wissend

fast wirkt es ein klein wenig wehmütig, bescheiden

aber ebenso besonders wie du.

 

Warum lese ich das erst heute in deinem Bild

es sagt so viel auch ohne Worte,

nur mit dem Ausdruck deiner Augen

deinem wissenden doch undefinierbaren Lächeln

hätte ich es doch früher gelesen

noch aufmerksamer hingeschaut.

 

Was hast du gedacht, gefühlt, sagen wollen

 was hast du gewusst

das wir nicht mal ahnten - oder doch?

Allein getragen, niemand etwas gesagt?

Gelitten weil du wusstest das wir leiden würden

Noch heute sagst du mir so viel.

 

Ich lausche nach innen weil ich dort deine Stimme vernehme

die auch so herrlich fröhlich und unverfälscht

glockenrein lachen und singen konnte

klar, unverwechselbar, einzigartig und besonders,

wie dein Lächeln

wie du - eben nur du

wie dein Bild in meinem Herzen.

 

© E.Go

Warum erst jetzt?

 

 Manchmal wachen Menschen erst auf

wenn ein nahe stehender Mensch gegangen ist

Still, leise, ohne ein Wort

Jahrelang wurde er nicht mehr wahrgenommen

als es ihm geholfen hätte

Er jemand gebraucht hätte für den er existierte

der mit ihm seine Gedanken teilte

seine Nöte, Sorgen und Ängste

Niemand der da bereit gewesen wäre zuzuhören

nun, da er still ohne ein Wort gegangen ist

wird er bemerkt

wahrgenommen

bekommt einen Wert

wird behutsam behandelt

wie um ihn nicht zu stören

aufzuwecken.

Jetzt da er es nicht mehr wahrnehmen kann bekommt er die Ruhe

die Stille die er manchmal gebraucht hätte

um Kraft zu sammeln, seine Gedanken zu ordnen

aber alles nicht bekam

nur Unverständnis.

Ungewollt bekommt er nun all das

doch er hat nichts mehr davon

lässt nur verständnislose Gesichter zurück

die erst jetzt begreifen

doch wie immer - zu spät

 © E.G 

 

 

Schöne Augenblicke

 

 

 

Trotz(e) dem...

Immer gegeben
nichts genommen
an das Gute geglaubt
trotz Rückschlägen
bitterer Enttäuschungen
Missachtungen.

Ausgeblutet
ausgenutzt
rücksichtslos getreten
unbemerkt
ungerührt
gedankenlos
verletzt.

Bei dem einem
vergangen
vergessen
abgehakt

Der andere
enttäuscht
leidet
deprimiert
baut eine Schutzmauer

Nachgedacht
aufgerappelt
neu begonnen
nicht aufgegeben
auf die Suche gegangen
fündig geworden.

Probiert
Versucht
verziehen
schrittweise neu vertraut
gewagt
dort nieder gelassen
Wurzeln geschlagen.

Halt gefunden
Schmerz überwunden
Aufrichtigkeit
Freunde
Verlässlichkeit
Aufgaben
über Umwege neuen Zielen entgegen
...


Gemeinsam

folgten wir einst dem Schweif der Sternschnuppe
mit unseren Blicken;
verschmolzen die Herzen,
hielten wir zusammen
an allen Tagen.

Gemeinsam

erlebten wir Himmel und Hölle
bestiegen Berge, stürzten in Schluchten,
berührten Wolken
strauchelten
glitten aus
hielten uns.

Gemeinsam

lauschten wir dem Gesang der Wellen,
betrachteten die Weite des Meeres
trotzten allen Stürmen;
vergossen bittere Tränen
zweifelten am Leben, der Zukunft,
gaben nie auf.

Gemeinsam

überwanden wir alles,
strahlte Sonne wieder auf uns nieder.
spürten wir das Leben wieder,
schwangen in uns neue Lieder;
getränkt von Liebe, mit neuem Klang,
optimistisch, nicht mehr bang.

Gemeinsam

das Leben miteinander teilen
unverzagt durch dunkle Täler eilen,
in jeder Situation zueinander halten,
Freiheit lassen, seine Begabungen zu entfalten.
ist ein Geschenk das Pflege braucht,
will man es behalten.

Gemeinsam

immer zur Mitte zurück zu finden,
Austausch pflegen, sich sinnvoll ergänzen,
mit einer Prise Aufmunterung und Lob bekränzen.
Finden Hände und Herzen sich,
schaut aus den Augen junge Seele im alten Gesicht,
geht man vertrauensvoll sicheren Schritts.
Alltagskälte


Sechs Uhr in der Frühe,
Ströme von Menschen steigen aus der U-Bahn,
drängeln schonunglos, rempeln sich an
enteilen mit beschleunigenden Schritten geschäftig in alle Richtungen,
gehetzt schon jetzt.

Mit starren Blicken,
scheinbar gebündelt auf ihr Ziel gerichtet
drängeln und schieben sie störende Nachbarn rücksichtslos beiseite
wie ferngelenkte Roboter.
Stereotype Handlung von Menschen,
automatischer Ablauf jeden Morgen an der Bahn.
Einsamkeit im Gewühle, inmitten der Menge.

Ein schriller Pfiff,
schmerzhaft für noch müde Ohren.
Die Bahn setzt sich in Gang,
fährt weiter zur nächsten Haltestelle,
immer noch voll eng gedrängter
ausdrucksloser Gesichter im erwachenden Alltagstrott,
geisterhaft bleich im fahlen Licht der Station
hemmungslos gähnende, aufgerissene Münder.

Ich beobachte das Morgenerwachen
der Geschäftigkeit des Tages, ihrer Menschen.
Jeder scheint für sich allein,
sagt nichts, schaut sich nicht um,
wirkt gefühllos.

Leere,
floskelartige Worthülsen aus dem Umfeld
streifen taube Ohren;
lassen kalt.
Unberührt, ungehört, überhört;
prallen ab
ins Nichts.



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