Malerische Stunde
Leise plätschert das Wasser im malerischen Licht.
Mit kaum hörbarem Glucksen und geheimnisvollem Gemurmel
schlägt es sanft und rhythmisch gegen das Seeufer.
Einer riesigen , bemalten Leinwand gleicht der Himmel
in seinen fantastischen, unvergleichbaren Farben.
Am Seesteg sitzt selbstvergessen ein junges Paar
eng umschlungen, die Köpfe aneinander geschmiegt,
sodass die Silhouette des Lichtspiels
zwischen ihnen ein rot goldenes Herz zeigt
doch das wissen sie nicht.
Sie tauchen die Zehen ins kühle Wasser
schauen still dem Feuerball der untergehenden Sonne zu,
lauschen dem leisen Lied des Windes und der Wellen,
dem Zirpen der Grillen, sonst rundum Stille,
die Natur geht schlafen.
Ihre verträumten Gesichter spiegeln sich im kräuselnden Wasser;
schwappen mit dem neugierigen Vogel auf dem Pfahl nebenan ineinander über
wie zu einem besonderen Aquarell zwischen Wirklichkeit und Illusion;
nur ein einsames Entlein ruft, Schwäne gleiten stolz ins nahe Schilf,
aufkommende Sterne verzaubern mit ihrem Blinken den Nachthimmel
breiten den Friedensmantel über die dunkle Nacht.

Video zum Text: Weil es dich gibt....
Weil es dich gibt...
scheint die Sonne auch bei Regen
ist es hell auch in finsterster Nacht;
sehe ich Sommer wie Winter leuchtende Blütenfelder
blühen Rosen auch im Schnee ob der Winter hart oder sacht;
Durch dich ist der Regenbogen wie ein Tor zum Paradies
versteht und spricht mein Herz alle Sprachen;
könnten meine Augen sehen, selbst wenn sie blind wären
würde ich die süßesten Klänge vernehmen auch mit tauben Ohren.
Mitten im Strudel des chaotischen Lebens
scheint die Welt voll von Freuden;
weil es dich gibt kämpfe und überwinde ich mich
lässt auch die Zuversicht mich mal kurz im Stich.
Weil es dich gibt lebe ich,
weil es dich gibt liebe ich.
In tiefstem Dunkel bist du noch ein Licht
das mir Wege zeigt, fühle mich sicher, fürchte mich nicht.
Du beruhigst jeden Sturm, streichelst wie sanfter Sommerwind,
wir können gemeinsam weinen, kichern oder lachen, ausgelassen wie ein Kind.
Am Gewitterhimmel lesen wir Bilder, lauschen bei grollendstem Donner den Natur-Musikanten;
Freudentränen werden zu glitzernden Diamanten,
in deinen Armen kann ich auftanken.
Nur durch dich sehe, fühle, spüre, atme ich
bekommt die Liebe ein vertrautes Gesicht.
Durch dich sind wir zwei Seelen ein Gedanke
weil es dich gibt, schlagen zwei Herzen mit einem Schlag.
Liebe spricht nicht, Liebe ist
weil es dich gibt, fand ich mich -
weil es dich gibt
bin ich 'Ich.'

Video zum Text "Unzertrennlich"
Unzertrennlich
Trauer erfüllte sein Herz
seit seine geliebte Frau ihn verlassen hatte.
Monatelang hatte er an ihrem Krankenhausbett gesessen,
Schmerz in den Augen gelesen, ihre Hand gehalten, Mut gemacht, gebangt -
doch es schlug die Stunde des Abschieds.
Nun saß Paul oft auf der kleinen Bank auf dem Friedhof,
pflegte ihr Grab, schmückte es mit Blumen, zündete Kerzen an
sprach mit ihr, hatte am Ende das Gefühl sie habe ihm geantwortet
ging etwas getröstet heim in die leere Wohnung;
Isa fehlte überall.
Mit den Gedanken bestieg er sein altes Fahrrad
wollte sich endlich mal wieder den Wind um die Nase wehen lassen.
Sonst hatten sie das immer gemeinsam getan,
Wehmut beschlich ihn als er die alten Plätze aufsuchte,
lauschige Plätzchen an denen sie ausgeruht hatten.
Auch heute verharrte er an dem Platz,
wartete bis die Sonne untergegangen war
spürte eine unendliche Sehnsucht, als würde sie ihn leise rufen.
Er bestieg den kleinen Hügel, von dem aus die Aussicht so unbeschreiblich schön war,
fühlte sich ihr ganz nah.
Er breitete die Arme weit aus als könne er sie so umarmen
spürte eine deutliche Verbindung zwischen hier und dort.
Ein Lächeln huschte über sein Gesicht als die Sonne verglühte.
Kühler Wind strich über sein Gesicht
über das unaufhaltsam die Tränen rannen.
Am nächsten Morgen fand man das Rad
zwei Herzen in die Rinde des Baumes geritzt schon vor langer Zeit,
erkennbar ihre Buchstaben I und P, frisch das Bild zweier Engelsflügel.
Stille – nur der Wind summte ein leises Lied
als die frühe Sonne schläfrig durch die Wolken brach...

Video zum Text
Bewahret eure spiegelbildlichen Herzen