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"Musik-mein Leben"

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"Musik - ein wichtiger Teil meines Lebens".
Musik - ein Hobby
Meine große Liebe ist die Musik. Das ist auch eigentlich gar nicht verwunderlich, denn ich war von Kindesbeinen an davon umgeben, da meine Eltern und Verwandten auch sehr musikbegeistert waren. Die Eltern gehörten einem Theaterverein an, liebten Tanz und Musik über alles, und meine Mutter hatte eine Ausbildung zur Koloratursopranistin begonnen, was leider durch den Krieg zu keinem glücklichen Ende kam. Aber die Liebe und Begeisterung für die Musik blieb und wurde bei allen möglichen Veranstaltungen groß geschrieben und praktiziert. Also war es für mich ganz natürlich, dass Musik zum Leben gehörte, und mich auch gleich gefangen nahm. Es wurde viel zusammen in der Familie musiziert, und das waren für mich schon als kleines Mädchen immer ganz besonders schöne Erlebnisse, und was ich kannte sang ich gleich mit. Als meine Eltern mir dann auch noch ein Klavier schenkten war die Freude riesengroß, und ich konnte gar nicht schnell genug viel lernen, um mich selbst am Klavier zu begleiten und dazu zu singen. Das Ganze wurde noch unterstützt von meiner außergewöhnlichen Musiklehrerin an der Schule. Durch ihren enormen Einsatz gab es außer den üblichen Schulveranstaltungen immer Möglichkeiten und Gelegenheiten kleine Konzerte zu geben, entweder mit Gesangssoli, die ich ganz besonders liebte, da die Proben mit ihr schon was Besonderes waren, Auftritten mit Klavierbegleitung, oder auch das 4 - händige Spiel am Klavier, auch mit Unterstützung eines Quartettes. Dann spielten andere Schulkameraden Geige, Bratsche, Cello oder Gambe dazu. Es wurde voller Freude und Begeisterung geübt, und der Beifall genossen. Es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl, wenn man nach großem Lampenfieber, das es meist vorher gab, durch den großen Beifall den Dank für die gelungene Aufführung bekam. Das hätte für mich ewig so weitergehen können.......

Zurück zu meinem Klavierunterricht: Nach einem Jahr war mein damaliger Klavierlehrer so genervt, weil ich ihn immer drängte, so schnell wie möglich die schwierigsten Sachen spielen zu dürfen, dass er meine Eltern bat, doch einen qualifizierteren Lehrer zu suchen. Durch einen glücklichen Zufall bekam ich dann auch eine Klavierlehrerin, die mit ihren Schülern hin und wieder kleine Konzerte gab, und wirklich eine ausgezeichnete Pädagogin war. Das Glück dauerte leider nicht lange, da sie plötzlich an Leukämie verstarb. Was nun? Ich war sehr traurig und ziemlich fassungslos, bis sich eines Tages ihre Freundin bei uns meldete und sich anbot, den Unterricht fortzusetzen. Es war eine Liste gefunden worden, auf der Notizen für das nächste Konzert und die Namen und Adressen der daran teilnehmenden Schülern und Schülerinnen gefunden worden. Welch ein Glück für mich. So konnte ich begeistert weitermachen, bis ich dann eine Ausbildung begann, die mir nicht mehr viel Zeit dazu ließ. Alle meine Musiklehrer hatten meinen Eltern geraten mich doch Musik studieren zu lassen, und es hätte mich auch schon sehr gereizt, aber da hörte ich immer den Satz: " Lern' mal erst was Anständiges, dann kann man immer noch weiter sehen". Zu der Zeit war es so, dass Berufsmusik als etwas brotlose Kunst galt, und so ein Studium wäre auch viel zu teuer gewesen. So hörte ich mit dem Unterricht auf, und spielte zu meinem Vergnügen weiter. Als ich dann später heiratet und eine Sohn bekam, zeigt sich schon sehr früh, dass ihm wohl die Musik auch gleich mit in die Wiege gelegt worden war. Schon als Winzling wurde er ganz ruhig und still, wenn ich mal wieder eine Platte mit klassischer Musik auflegte. Es war schon fast unheimlich, wie still und andächtig und zugleich ernsthaft er bei mir oder inmitten seiner Spielsachen saß und alles um sich herum vergessend der Musik lauschte.

War es Schicksal, Fügung oder einfach nur Zufall, dass ich eines Tages mit dem kleinen Sohnemann an der Hand meine damalige Musiklehrerin aus der Schule wiedertraf, die gleich ganz entzückt von dem kleinen Mann war, da er hingerissen der Musik eines Straßenmusikanten lauschte, und im exakten Rhythmus in die Hände klatscht, und mit stampfenden Schritten um ihn herumlief. Sie erkannte gleich sein Talent, und bat mich, ihn unterrichten zu dürfen. Ich hatte Bedenken, denn er war gerade 4 Jahre alt geworden, aber sie sagte, dass sie ganz einfach und spielerisch mit verschiedenen Rhythmusinstrumenten anfange, dann werde man schon sehen. Oliver drängelte gleich, wie immer wenn es was Neues auszuprobieren gab und ich gab nach. Schon nach wenigen Treffen sagte sie, das reiche ihm nicht, er will mehr lernen. So bekam der den 1. Unterricht bei ihr auf der Blockflöte. Zwischendurch klimperte er mal so nebenbei auf dem Klavier herum, und suchte sich die Töne zusammen, die er harmonisch fand. Eines Tages kam dann die Frage: "Wann kann ich das denn lernen?" So kam denn der nächste Schritt in Richtung Klavier, und er lernt es so einfach und schnell, dass uns schon Angst und Bange wurde bei den Fragen: "Wann kann ich denn Geige lernen, Akkordeon, Trompete, Schlagzeug," usw. Nach einer Talentprüfung in der städtischen Musikschule kam es wie es kommen mußte. Er bekam Geigenunterricht. Der Ton der Geige hatte ihn fasziniert, seit er am Hl. Abend in der Christmette die wahrlich zu Herzen gehenden Klänge in sich aufgenommen hatte. " So will ich auch mal spielen können ", sagte er immer wieder, und auch das gelang ihm ohne Schwierigkeiten, und schon nach kurzer Zeit war er voller Stolz bei Veranstaltungen der Musikschule mit der 1. Geige dabei, was auch im Gymnasium im Schülerorchester so blieb. Er hat sich dann viel später noch die E- Guitarre gewünscht - und bekommen. Musik ist also auch ihm ein treuer Begleiter, wenn auch heute in allen möglichen anderen Richtungen.

Musik ist immer noch sehr wichtig in meinem Leben, hat mir durch schwere Zeiten geholfen, Trost und Kraft gegeben und das wird sich auch nicht ändern.
Es gibt einen schönen Spruch:
Die Musik kann dich trösten wenn Kummer dich plaget,die Musik allen Kummer und Sorgen verjaget.........
Musik kennt keine Grenzen, alle Völker der Erde verstehen die Sprache die Musik und kann sie verbinden - ist das nicht etwas Einzigartiges? Ich finde schon!

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